Web vs. Printdesign
Wesentlicher Unterschied zwischen traditionellen Printmedien und dem Web ist, dass ein Printmedium nicht von den Hardware- und Softwareeinstellungen seiner User abhängig ist. Im Webdesign hängt jedes Design-Element auch von individuellen lokalen Einstellungen seiner Besucher ab!
Die Besucher im Netz sind mit ganz unterschiedlichen Rechnern oder auch PDAs und Mobilfunktelefonen unterwegs, und auf diesen Geräten sind sie mit sehr verschiedenen Browsern zugange, die wiederum Webseiten unterschiedlich interpretieren.
Man kann die Größen seiner Seite dynamisch in Prozent oder statisch in Pixeln festlegen – an den verschiedenen Konfigurationen der verschiedenen Besucher kann man immer noch nichts ändern. Die Bildschirme der Besucher sind nicht nur unterschiedlich groß, auch die Auflösung ist individuell verschieden, und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kann jeder Benutzer bestimmte Features blocken und für die Anzeige auf seinem Bildschirm allerlei selbst einstellen – Schriftgröße, Fenstergröße, Seitenleisten, Sicherheitsschranken, um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen. Und das ist ja eigentlich auch gut so – wer lässt sich schon gerne Vorschriften machen.
Trotzdem stellt dies an das Design einer Seite eine eigentlich unlösbare Aufgabe: Niemand kann wissen, wie eine Seite bei den jeweiligen Besuchern tatsächlich aussehen wird.
Wichtig ist, dass die Information aktuell, übersichtlich präsentiert und richtig ist, dass die Seite zügig lädt, dass sie bei jeder Einstellung zumindest ordentlich aussieht und nicht fehlerbelastet ist. Totale Kontrolle widerspricht dem Medium Internet – so wie es nicht den Internet-Superrechner gibt, der alles weiß und alles regelt, so gibt es auch nicht die Webseite, die bei jedem genau so aussieht, wie ich sie bei mir erdacht und entwickelt habe, kurz: Es gilt, die technischen Schranken zu kennen und diese zu akzeptieren.

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